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Die Verhaftung des Diplomaten

Raoul Wallenberg wurde am 17. Januar 1945 von der Sondereinheit SMERSH des sowjetischen Geheimdienstes verhaftet und in das Moskauer Lubjanka-Gefängnis verbracht. Seine im Jahre 1989 überreichte Gefangenenkarte weist seinen Status als Kriegsgefangener aus.

Zunächst versicherte der stellvertretende sowjetische Außenminister Dekanassow, Raoul Wallenberg sei in Moskau in Sicherheit und werde bald zurückkehren. Diese Aussage tätigte ebenfalls die Botschafterin der Sowjetunion in Stockholm, Frau Kollontai.

Seit April 1945 wurde dann jedoch bestritten, Raoul Wallenberg überhaupt gefangengenommen zu haben, er sei nicht in Moskau, man wisse nichts über seinem Verbleib. Alle Anfragen der schwedischen Regierung hinsichtlich des Aufenthaltes Raoul Wallenbergs in der Sowjetunion wurden negativ beschieden. Am 6. Februar 1957 gab dann aber der stellvertretende sowjetische Außenminister Gromyko zu, daß der schwedische Diplomat inhaftiert wurde. Er sei aber in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1947 an "Herzversagen" verstorben, dies gehe aus einer aufgefundenen Notiz des Gefängnisarztes der Lubjanka, Smolzow (später als Smolzow-Bericht bezeichnet) hervor. Weitere Informationen habe man definitiv nicht.

Ein 35jähriger, bisher kerngesunder junger Mann stirbt an Herzversagen das glaubte die Welt zu keiner Zeit. Seit Oktober 1989 wird diese Version von dem sowjetischen Geheimdienst KGB nicht mehr aufrechterhalten, nunmehr werden aber andere "Todesursachen" angegeben, wobei teilweise auf dem fiktiven Datum 1947 beharrt wird.

Gedenktafel zur Erinnerung an die Rettungsaktion im
Budapester Stadtteil mit den meisten Schutzhäusern.

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